Katastrophe in Japan mit Erdbeben Tsunami Vulkanausbruch atomarer Notfall
In den letzten Tagen wurde Japan von der größten Katastrophe in der Geschichte des Landes (seit dem 2. Weltkrieg) heimgesucht.
Eine kleine Chronik des Grauens und Schreckens. Man weiss im Endeffekt gar nicht mehr von welchem speziellen Unglück man eigentlich spricht, denn aus Japan kommen zur Zeit andauernd schlimme Nachrichten.Eine Zusammenfassung der Ereignisse im Kurzüberblick:
Freitag 11.03.2011
Um 6:45 Uhr unserer Zeit wurde der Nordosten Japans von einem massiven Erdbeben der Stärke 8,9 (Richterskala)vor der Küste getroffen. Nach dem Hauptbeben folgten 20 weitere, teilweise starke, Nachbeben.
Dieses löste vor der Küste der Hauptinsel Honshu einen riesigen Tsunami aus, der die Küste überschwemmte. Dabei wurde der Hafen Sendai direkt von einem über 10 Meter hohen Tsunami getroffen.
Massive Erdrutsche verschütteten mehrere Menschen, Brände (u.a. eine Ölraffinerie) und Panik brach aus, ein Teil des Verkehrsystems (u.a.Nahverkehrszüge, U-Bahn, etc.) fiel komplett aus.
Von einem flächendeckendem Stromausfall in Tokio sind über 4 Millionen Menschen betroffen. Sämtliche Häfen Japans sind geschlossen, es gibt viele Verletzte und Tote. Das Land ist mit Bränden übersät.
Die ersten Meldungen tauchen gegen 10:00 Uhr auf, das in einem Atomkraftwerk ein "abnormaler Zustand" aufgetreten ist, in einem (AKW Onagawa) ein Feuer ausgebrochen ist und im AKW Fukushima der Firma Tepco sogar ein komplettes Kühlsystem ausgefallen ist.
Zu den Katastrophen des Erdbebens, Tsunamis ist somit nun auch noch der atomare Notfall hinzugekommen.
Gegen Mittag wurde ein Schiff mit 100 Personen weggespült, deren Schicksal unbekannt ist, in Miyagi (Küstenregion Japans) wird sogar ein kompletter Zug vermisst.
Um 14:00 Uhr herum gab es eine Meldung der Japanischen Polizei der Küstenstadt Sendai, wobei um die 300 Leichen gefunden wurden.
16:00 Uhr Japan kämpft mit der Abwendung eines atomaren SuperGaus. Im AKW Fukushima läuft das Notkühlsystem nur noch im Batteriebetrieb.
Gegen Abend sind in Japan über 8 Millionen Haushalte ohne Strom und
Telefon.
In der Nacht vom Freitag auf Samstag wird auch noch der Notfall für das AKW Fukushima 2 ausgerufen, das Kühlsystem ist ausgefallen. Seither kämpft Japan mit Explosionen in Atomkraftwerken und versucht Kernschmelzen zu verhindern. Im Kontrollzentrum des AKW Fukushima 1 wird eine Radioaktivität gemessen, die 1000-fach über Normal liegt.
Heute (14.03.) folgte eine weitere erschütternde Meldung aus Japan
(Vulkanausbruch). Der Vulkan Shinmoedake im Südwesten schleudert
Gestein und Asche in die Athmosphäre. Nachwievor wird das Land von neuen Erdbeben heimgesucht und die Lage mit einigen Atomkraftwerken spitzt sich zu.
